Pharmazeutisch-technische Assistenten hierzulande sind besser als Dr. Google

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PTA – ein (fast) unbekanntes Wesen

Oder wer berät mich eigentlich in der Apotheke?

Die Abkürzung PTA ist in unserem Sprachgebrauch mindestens so gut eingeführt wie die medizinspezifischen Kurzformen MRT, EKG oder HNO. Doch wofür genau stehen diese drei Buchstaben und was macht eigentlich ein(e) PTA?

Einige wissen sicher, dass es sich bei PTA um die Kurzbezeichnung des Berufes ‚Pharmazeutisch-Technischer Assistent/in‘ handelt. Wenn es jedoch um die Ausbildung, berufliche Einsatzfelder oder die Bedeutung von PTA innerhalb unseres Gesundheits-systems geht, sind Viele überfragt. Es mag daher überraschen, an welchen wichtigen Schnittstellen PTA ihre Kenntnisse zum Wohl der Gemeinschaft einsetzen: Die erste und auch richtige Zuordnung ist die Apotheke, schließlich wurde der PTA-Beruf 1968 zur Unterstützung des Apothekers ins Leben gerufen. Aber auch andernorts im Gesundheitswesen, z.B. in der Pharmaindustrie, der Gesundheitsverwaltung, an Universitäten oder in Krankenhausapotheken gelten PTA als gesuchte Fachkräfte.

Frauen dominieren den Beruf mit etwa 98 Prozent gegenüber dem männlichen Geschlecht – schon deshalb, weil sich Familie und Beruf durch flexible Arbeitszeitmodelle in der Apotheke ideal vereinbaren lassen. Rund 67.000 PTA sind in Deutschland tätig, davon insgesamt etwa 62.000 in öffentlichen Apotheken und somit rund 12.000 mehr PTA als Apotheker (Quelle: ABDA, 2014). Folglich sind PTA eine unverzichtbare Säule unseres Gesundheitssystems, auf die sehr viele Menschen bei Vorsorge und Therapie vertrauen – häufig jedoch, ohne dies konkret zu wissen!

Hätten Sie es gewusst?

Die Apotheke ist, über die Abgabe von ärztlichen Verordnungen hinaus, bei vielen Gesundheitsbeschwerden erste Anlaufstelle zur Selbstmedikation. Wir alle haben schon bei Erkältung, Magenproblemen oder Kopfschmerzen dort um Rat gefragt und eine gute Empfehlung erhalten. Vielen Apothekenkunden ist allerdings nicht bewusst, wer sie eigentlich bedient. Verständlich, da die rasche Linderung des aktuellen Leidens erste Priorität hat. Wer überlegt da schon ernsthaft, mit wem er es am Apothekentresen zu tun hat? Und der allseits bekannte TV-Werbeklassiker empfiehlt, bei Risiken und Nebenwirkungen den Arzt oder Apotheker zu fragen. Vielleicht erstaunlich aber wahr ist: Die profunde Auskunft in der Apotheke kommt jedoch meist von einer freundlichen PTA!

Ohne PTA – keine Apotheke!

Zählten früher vor allem die Herstellung und Prüfung von Arzneimitteln, Dokumentation und Qualitätsprüfungen im Labor zu den Hauptaufgaben der PTA, so ist es heute viel mehr der direkte Dienst am Kunden. Denn laut Angaben des Bundesverbandes PTA e.V. (BVpta) leisten PTA heutzutage rund 80 Prozent der Kundenberatung und des Verkaufs in der Apotheke.

Mehr öffentliche Kenntnis darüber sei nach Auffassung des Berufsverbandes erforderlich und mehr Anerkennung längst überfällig: „Es ist an der Zeit, unseren verantwortungsvollen PTA-Beruf in der Öffentlichkeit aus dem Schatten des Apothekers zu befreien“, so Sabine Pfeiffer, Vorsitzende des BVpta. Nicht zuletzt auch deshalb, weil es dem Berufsstand wie vielen anderen Gesundheitsfachberufen bereits heute an Nachwuchs mangele.

Ohne PTA aber könnten die über 20.000 Apotheken in Deutschland gar nicht existieren. Folglich wäre auch die sichere und flächendeckende Arzneimittelversorgung bald Geschichte. Nur Aufklärung und Bewusstsein der Menschen können Abhilfe schaffen, mahnt der BVpta: In erster Linie, um mehr Realschüler oder Abiturienten für den wichtigen und zukunftssicheren PTA-Beruf zu gewinnen. Aber auch insofern, dass künftig mehr Kunden bei ihrem nächsten Apothekenbesuch einmal darauf achten, wem sie das offene Ohr, das Einfühlungsvermögen und kompetente Beratungsgespräch verdanken. Ein wissendes Lächeln bleibt dann allemal – ganz ohne Nebenwirkungen!

Weitere Infos für Interessierte unter www.bvpta.de

Quelle: c/o AW Marketing Services

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Neues Beratungsangebot zum Wohnungsbau
Die Stadt Leer bietet ab April ein spezielles Beratungsangebot zum Wohnungsbau für Bauwillige an. Jeweils mittwochs, in der Zeit von 10 bis 12 Uhr, werden Bauwillige nach Terminvereinbarung durch Mitarbeiter/innen der Fachdienste Bauordnung, Stadtplanung und Stadtentwicklung und der Wirtschaftsförderung gemeinsam beraten. „Damit möchten wir erreichen, dass möglichst viele Fragen an einem Beratungstermin geklärt werden können.

988A3564Es ist bürgerfreundlicher, wenn nicht bei den verschiedenen Fachdiensten jeweils gesonderte Termine vereinbart werden müssen“, so Bürgermeisterin Beatrix Kuhl. Beratungstermine können ab sofort unter der Telefonnummer: 0491 97 82 280 vereinbart werden.

Für die allgemeine Beratung stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin während der bekannten Öffnungszeiten zur Verfügung. (Montag: 15:00 bis 17:45 Uhr, Dienstag bis Freitag: 9:00 bis 12:30 Uhr).