Abfall: SPD-Kreistagsfraktion lehnt Mülltonnen ab

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Pressemitteilung der SPD-Kreistagsfraktion Leer
                                                                     
Leer – Die SPD-Fraktion im Leeraner Kreistag will grundsätzlich an der Müllabfuhr mit Säcken festhalten, wenn im Jahr 2020 die Verträge auslaufen und eine neue Ausrichtung der Müllabfuhr möglich ist.  „Die Säcke haben sich bewährt und werden von der Bevölkerung geschätzt. Wir sehen daher keinen Grund nach dem Jahr 2020 auf Mülltonnen umzusteigen“, sagte Fraktionsvorsitzender Hermann Koenen jetzt bei einer Klausurtagung, bei der sich die Sozialdemokraten mit der Zukunft der Abfallentsorgung im Landkreis Leer beschäftigten.

Eine Lösung müsse man aber für die Insel Borkum finden, so die SPD. Dort klagen die Einwohner über die Möwen, die die Säcke zerreißen. „Es gibt einige Ideen, die wir prüfen werden“, sagte Klaas Plagge (SPD), Vorsitzender des Betriebsausschusses Abfallwirtschaft beim Landkreis Leer.

Klärungsbedarf sehen die Sozialdemokraten noch bei der Frage, ob die Müllabfuhr wieder von einem Privatunternehmen oder von der Kommune – also vom Landkreis Leer – übernommen wird. „Dabei darf es nicht nur um Kosten gehen, sondern auch um die faire Bezahlung der Mitarbeiter“, meinte Plagge.

Auf Zustimmung der SPD-Kreistagsfraktion trifft der Vorschlag des Landkreises, die kostenlose Sperrmüllabfuhr auf eine bestimmte Menge zu beschränken. Wer häufig die Sperrmüllabfuhr nutze oder außergewöhnlich große Mengen habe, müsse dafür eben zahlen, so die SPD. Das sei im Sinne aller Gebührenzahler nur gerecht. Kreisrätin Jenny Daun, die als Referentin bei der Klausurtagung dabei war, wies auf einen besonderen Umstand hin: Im Landesvergleich werde die Sperrmüllabfuhr im Landkreis Leer überdurchschnittlich häufig in Anspruch genommen. 


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