Gänse-Vergrämung nur im rechtlichen Rahmen erlaubt

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Vor dem Hintergrund der schwierigen Rahmenbedingungen, so Landrat Bernhard Bramlage, verstehe er den Ärger der Landwirte über immer mehr Gänse auf den Weiden im Rheiderland. Nach Presseberichten planen nun verschiedene Landwirte aus dem Rheiderland vom 1. April an eine Vertreibung der nordischen Gänse, die auf ihren Ländereien rasten. In der Kreisverwaltung geht man davon aus, dass Flächen innerhalb des Schutzgebietes Rheiderland gemeint sind. Das Landschaftsschutzgebiet Rheiderland ist Teil des sogenannten „Natura 2000- Schutzgebietssystems“. Nach der seit 2011 geltenden Verordnung sind dort verschiedene Maßnahmen und Handlungen verboten, die nicht mit dem Schutz für Gänse und Wiesenvögel vereinbar sind. „So wie die geplanten Maßnahmen zur Vertreibung der Gänse angekündigt worden sind, müssen wir davon ausgehen, dass es zu Verstößen gegen die Schutzgebietsverordnung oder gegen artenschutzrechtliche Belange kommt“, so die Kreisverwaltung. Das aber sei kein Weg zur Lösung der Probleme. Verstöße gegen die Landschaftsschutzgebietsverordnung oder das Bundesnaturschutzgesetz können mit empfindlichen Geldbußen geahndet werden. Darüber hinaus können großflächige Vertreibungsaktionen dazu führen, dass sich die Gänse auf anderen landwirtschaftlichen Flächen niederlassen und sich das Problem damit nur verlagert. Landrat Bramlage empfiehlt den betroffenen Landwirten nachdrücklich, sich mit Vertretern des Umweltministeriums an einen Tisch zu setzen, um eine für alle tragbare Lösung zu finden, die auch dem geltenden Recht entspreche. Das Zustandekommen eines Gespräches wolle er gerne unterstützen.

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