Gut 112.000 Euro für unabhängige Beratung von Menschen mit Behinderungen Bund fördert Angebot des St. Lukas-Heims

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Bildunterschrift: Die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann überbrachte dem Geschäftsführer des St. Lukas-Heims Heinz-Bernhard Mäsker die frohe Botschaft.

PAPENBURG. „Das ist eine gute Nachricht für die Menschen mit Behinderungen im nördlichen Emsland“. Heinz-Bernhard Mäsker, Geschäftsführer des St. Lukas-Heims und der Caritas-Werkstätten nördliches Emsland GmbH freut sich. Denn die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann überbrachte ihm jetzt eine gute Botschaft: Es gibt eine kräftige Finanzspritze vom Bund für die Einrichtung einer Teilhabeberatung, genauer gesagt 112.717,48 Euro.

Die Gesamtausgaben für das Projekt belaufen sich auf rund 118.650,12 Euro. Damit ist der Bund mit 95 Prozent an den Gesamtausgaben beteiligt. Der Rest wird aus Eigenmitteln des Caritasverbandes für die Diözese Osnabrück finanziert. Die Laufzeit des Projektes beträgt drei Jahre. Hintergrund ist das neue Bundesteilhabegesetz. Im Emsland werden drei Beratungsstellen eingerichtet, eine von ihnen in Papenburg. Von den Kosten in Höhe von 118.650 Euro, erhält der Caritasverband 112.717 Euro aus Berlin. Gitta Connemann ist froh: „Menschen mit Behinderungen wollen selbstbestimmt am Leben teilhaben. Dafür gibt es viele Förderungen.

Die Beratungsstelle soll dabei helfen, den Durchblick zu behalten.“ Durch die unabhängige Teilhabeberatung sollen Eigenverantwortung und Selbstbestimmung der Berechtigten gefördert werden, damit sie ihre Lebensplanung nach ihren Wünschen gestalten können. Ein Augenmerk legt der Caritasverband dabei auf eine besondere Beratungsmethode. So soll es auch eine Beratung von Betroffenen für Betroffene geben. Mäsker betont: „Bevor Menschen mit Behinderungen Leistungen beantragen, soll die Beratung Orientierung geben. Das ist unser Ziel. Deshalb ist das Angebot unabhängig und für Ratssuchende kostenlos.“ Connemann sieht in diesem Bescheid auch eine Anerkennung der Arbeit des St. Lukas-Heims, die seit vielen Jahren für Menschen mit Behinderungen im nördlichen Emsland geleistet wird: „Das Lukas-Heim ist für uns alle unverzichtbar“, so die Christdemokratin.

Hintergründe:

Die Beratungsstellen zur ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung für Menschen mit Behinderungen entstehen in Kooperation mit dem Sozialverband Niedersachsen. Christopheruswerk, Vitus-Werk und St. Lukas-Heim erhalten je eine Beratungsstelle. Diese werden bei den jeweiligen SoVD-Ortsverbänden angegliedert. Die Beratung findet in den Räumen des SoVD statt. Das Projekt läuft vom 01. Januar 2018 bis zum 31.Dezember 2020.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales fördert seit dem 1. Januar 2018 die Einrichtung einer Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB). Diese soll als Teil des neuen Bundesteilhabegesetzes (BTHG) die Eigenverantwortung und Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen durch unabhängige Beratungsangebote stärken. Auf der Grundlage der Neuregelung des § 32 SGB IX werden niedrigschwellige, von Leistungsträgern und Leistungserbringern unabhängige Beratungsangebote zur Stärkung der Selbstbestimmung von Menschen unterstützt. Weitere Informationen gibt es auf dem barrierefreien Web-Portal www.teilhabeberatung.de


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