Boen: Müll und Grillpartys im geschützten Biotop

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Vogeleier wurden vermutlich ins Wasser geworfen / Naturschutzbehörde kontrolliert ab sofort verstärkt
An der Ost-West-Straße an der Grenze zwischen Boen und Stapelmoor befindet sich ein besonderes Biotop, eine sogenannte „trockene Sandheide“ mit Stillgewässer.   Diese Strukturen und die dort vorkommenden Tier- und Pflanzenarten seien im Landkreis Leer einzigartig und daher schützenswert, so die Mitteilung der Kreisbehörde. Deshalb sei für den Naturhaushalt in diesem Bereich die Möglichkeit einer ungestörten Entwicklung besonders wichtig. In den letzten Jahren musste die untere Naturschutzbehörde jedoch immer wieder feststellen, dass der ruhig gelegene See für Grillpartys und ähnliches genutzt wurde. Erkennbar war dies durch Feuerstellen und große Mengen von Müll einschließlich Glasscherben und Plastikresten, den die Personen dort achtlos hinterließen.   Vor einigen Wochen seien offenbar sogar die Eier eines Vogelgeleges ins Wasser geworfen worden. Für eine Rettung der Brut sei es zu spät gewesen.   Dem Landkreis Leer und der Flächeneigentümerin, der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, bereiteten diese Entwicklungen Sorge. Daher möchten die Behörden zu einem sensiblen Umgang mit dem wertvollen Biotop aufrufen.   In den nächsten Monaten werde dieser Bereich verstärkt kontrolliert. Bei Feststellung von widerrechtlicher Nutzung würden entsprechende Verfahren eingeleitet.   Das Sandheidegebiet zählt zu den nach Paragraf 30 Bundesnaturschutzgesetz geschützten Biotopen. Handlungen, die zu einer Zerstörung oder einer sonstigen erheblichen Beeinträchtigung dieser Biotope führen können, sind verboten. Zuwiderhandlungen können mit Geldbußen von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

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