Mit Ökoprofit Energien bündeln

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Auf dem Bild (v.l.): Claus Hirsch (AG Ems), Monika Noormann (NettCon Energy), Thomas Starke (CB Energie), Jann Gerdes (Stadt Emden), Hochschulpräsident Prof. Dr. Gerhard Kreutz, Dr. Stephan Kotzur (greentech OSTFRIESLAND, die Leeraner Bürgermeisterin Beatrix Kuhl und Emdens Oberbürgermeister Bernd Bornemann.

Die Stadt Leer und der Leeraner Energieanbieter CB Energie GmbH zählen zu den Pionieren des Ökoprofit Projektes im Nordwesten. Ökoprofit möchte lokalen Unternehmen die Möglichkeit bieten, die Energieeffizienz im eigenen Betrieb zu optimieren und dabei von den Erfahrungen anderer profitieren zu können.

Bei Ökoprofit (Ökologisches Projekt für Integrierte Umwelttechnik) handelt es sich um ein Label, das seinen Ursprung in Österreich hat und vor einigen Jahren auch in Deutschland eingeführt wurde. Mit großem Erfolg: Inzwischen nehmen jährlich bundesweit mehr als 100 Kommunen und über 3000 Betriebe daran teil. Am Donnerstag dem 15. März 2018 war der Startschuss des Projektes an der Hochschule Emden/Leer und für unsere Stadt waren Bürgermeisterin Beatrix Kuhl und CB Energie Geschäftsführer Thomas Starke in Emden dabei.

Um bei Ökoprofit mitzumachen, haben die Städte Emden und Leer die erforderlichen Lizenzen erworben und sind damit Träger des Kooperationsprojekts. greentech OSTFRIESLAND, eine Initiative zur Bündelung der grünen Technologien in der Region, fungiert als Schirmherr. „Unser Ziel ist es, möglichst viele Unternehmen zusammen zu bekommen, die sich durch ein Energieaudit für die Verleihung des ÖKOPROFIT-Siegels qualifizieren“, so Dr. Stephan Kotzur von greentech OSTFRIESLAND. Die Leeraner Bürgermeisterin Beatrix Kuhl und Emdens Oberbürgermeister Bernd Bornemann möchten dieses Vorhaben für ihre Kommunen bestmöglich unterstützen, wie sie am Donnerstag betonten.

Was vielen Unternehmern noch nicht bekannt ist: Seit dem Jahr 2015 sind Firmen mit mehr als 250 Beschäftigten und einem entsprechend hohem Jahresumsatz sogar gesetzlich dazu verpflichtet, ein Energieaudit durchzuführen. Dies gilt für kleine und mittelständische Unternehmen zwar nicht – diese können jedoch für bis zu 80 Prozent der Beratungskosten eine Förderung beantragen.

Wie Emdens Oberbürgermeister Bernd Bornemann betonte, werde mit Ökoprofit sowohl etwas für den Klimaschutz getan als auch Wirtschaftsförderung betrieben, indem Unternehmen neue Möglichkeiten der Effizienz aufgezeigt würden. Mitarbeiter- und Kundenbindung seien zudem in Zeiten des Fachkräftemangels von großer Bedeutung, so die Leeraner Bürgermeisterin Beatrix Kuhl. Seitens der Stadt Leer ist auch Klimaschutzmanager Karsten Everth in das Projekt eingebunden.

Wie Kotzur ankündigte, wolle man Ökoprofit-Energie als „Start“ nutzen, um die Aktivitäten im weiteren Verlauf auf die gesamte Bandbreite der Ressourceneffizienz im Ökoprofit Gesamtprogramm auszuweiten. Zu den ersten Firmen des Netzwerks gehören die AG Ems in Emden und die CB Energie GmbH aus Leer. Die AG Ems hat sich im vergangenen Jahr bereits einem Audit unterzogen und aus den Ergebnissen wertvolle Erkenntnisse gewonnen, so Claus Hirsch, Leiter der nautisch-technischen Inspektion. Die CB Energie GmbH ist Energieversorger für Gas und Strom. Doch Energie ist für die Unternehmensführung nicht nur eine Ware, sondern auch eine schützenswerte Ressource. Die Umweltauswirkungen beim Vertrieb und Eigenverbrauch haben die Leeraner Energiehändler schon länger im Blick. Einige Maßnahmen zum Klimaschutz wurden bereits umgesetzt. Mit Unterstützung des Netzwerks „ÖKOPROFIT-Energie“ wird die CB Energie das Thema Energieeffizienz weiter voranbringen. Der Geschäftsführer Thomas Starke ist daher dankbar, „dass die Stadt Leer das ostfriesische ÖKOPROFIT Projekt unterstützt. Bürgermeisterin Beatrix Kuhl und Klimamanager Karsten Everthverth verknüpfen hier sehr clever den Klimaschutz und die Wirtschaftsförderung für unsere Stadt.“

 

Das Projekt „Ökoprofit Energie Ostfriesland“ läuft ein Jahr lang. In diesem Zeitraum wird es vier Netzwerktreffen geben, die jeweils bei einem der teilnehmenden Unternehmen stattfinden. „Wir haben in unserer Region genug Kompetenzen, um dieses Projekt erfolgreich umzusetzen“, so Prof. Dr. Gerhard Kreutz, Präsident der Hochschule Emden/Leer und Initialzünder von greentech OSTFRIESLAND. Die Auftaktveranstaltung ist für den Frühsommer geplant.

Interessierte Unternehmen können sich bei der Hochschule Emden/ Leer, bei der Stadt Leer (Karsten.Everth@Leer.de, Telefon 0491/ 97 82 181) und der Stadt Emden (jann.gerdes@emden.de, Telefon: 04921/87 15 05) melden.


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