IHK unternimmt neuen Vorstoß für die Außenems „Runder Tisch“ mit neuer Landesregierung soll Fortschritte bringen

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Foto: Ingo Tonsor @LeserECHO.de

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) für Ostfriesland und Papenburg hat einen neuen Vorstoß in Sachen Außenems unternommen. Nachdem unter der alten Landesregierung keine Fortschritte zu erzielen waren, sieht die IHK nach Bildung der neuen Landesregierung die Chance, in zwei wesentlichen Punkten voranzukommen.

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Zum einen geht es um die Anpassung der Fahrrinne der Außenems. Damit tiefgängigere Schiffe den Emder Hafen anlaufen können, müsste die Fahrrinne auf Teilstrecken um bis zu einen Meter vertieft werden. Viele Automobil- und Papierverkehre sowie Windenergie-Projektladungsverschiffungen fahren schon heute kritisch an der Kapazitätsgrenze. Das Thema sei existenziell. Ohne eine Fahrrinnen-Anpassung drohten Ladungsverluste, da die Schiffe der neueren Generation mehr Tiefgang hätten und den Emder Hafen wirtschaftlich vertretbar nicht mehr ansteuern könnten. IHK-Präsident Dr. Bernhard Brons verweist dazu auf die wichtige arbeitsplatzsichernde Bedeutung: „An der Anpassung der Fahrrinne hängen gut 10.000 Arbeitsplätze im Seehafen Emden und in der regionalen Industrie.“

 

In einem zweiten Punkt geht es um die naturschutzrechtliche Unterschutzstellung der Außenems. Dazu hat sich Deutschland mit der Benennung der Flußmündungen der Elbe, Weser und Ems als FFH-Gebiete („Flora, Fauna, Habitat“, Richtlinie der Europäischen Union) verpflichtet. Neben einer bisher von Niedersachsen angestrebten Ausweisung der Außenems als Naturschutzgebiet kommt nach Auffassung des neuen niedersächsischen Umweltministers Lies auch ein Landschaftsschutzgebiet für die Außenems in Frage. Die IHK unterstützt diese Haltung ausdrücklich und pocht bei der Unterschutzstellung der Außenems auf die Wahrung der wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten. „Die Ems ist eine Bundeswasserstraße. Ihr Status muss gewahrt bleiben, Ökonomie und Ökologie müssen in ein angemessenes Gleichgewicht gebracht werden“, so Brons. Die IHK hat in einem Schreiben an das Wirtschafts- und das Umweltministerium in Hannover jetzt ein neuerliches Treffen eines „Runden Tisches“ vorgeschlagen. Der IHK-Präsident: „Es ist in den letzten fünf Jahren viel diskutiert und auch versprochen worden. Mit der neuen Landesregierung müssen wir jetzt möglichst schnell zu klaren Ergebnissen kommen. Die Menschen und die Wirtschaft in der Region erwarten das.“


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