“planet e.” im ZDF über das Heizen mit Holz

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Gesche Jürgens ist seit 2011 bei Greenpeace als Campaignerin für Wälder.
Copyright: ZDF/Silvia Kaiser

Wenn immer mehr Holz verbrannt wird – stimmt dann die Öko-Bilanz noch? Dieser Frage geht am Sonntag, 7. Januar 2018, 16.35 Uhr, im ZDF die “planet e.”-Sendung “Die Wahrheit über das Heizen mit Holz” nach.

Wer in Deutschland sein Eigenheim auf eine Holzheizung umstellt, erhält staatliche Fördermittel. In einigen EU-Ländern wird sogar die Umrüstung alter Kohlekraftwerke auf Holz gefördert. Die Folge: Das Brennholz wird knapp.

Wenn das Holz im Ofen oder Kamin knistert, fühlen sich viele Deutsche nicht nur aufgrund der behaglichen Wärme rundherum wohl: Mit den Öfen lassen sich Energiekosten sparen und noch etwas für die Umwelt tun. Schließlich ist Holz ein nachwachsender Rohstoff, das Heizen somit nachhaltig. Auch deshalb wurde jahrelang der Umstieg auf Holzheizungen propagiert und von Umweltschützern gefordert. Gesche Jürgens, Wald-Campaignerin bei Greenpeace, sieht das mittlerweile anders: Das Verbrennen von Holz sei nicht wirklich CO2-neutral, sagt sie, da nicht in jedem Fall gesichert sei, dass die verbrannte Holzmenge durch Aufforstung auch wieder ersetzt werde.

Ursprünglich sollte nur Schwachholz, Holz, das keine andere Verwendung finden kann, zu Pellets verarbeitet und so zum Einsatz in Holzheizungen kommen. Doch die große Nachfrage nach Holzöfen hat das geändert. Tatsächlich wird Holz als Brennstoff mittlerweile um die halbe Welt transportiert. Der immer größer werdende Holzhunger von Privathaushalten und der Industrie ruiniere aus Sicht der Wald-Campaignerin auch jahrhundertealte, kostbare Naturwälder. Denn die werden nicht selten durch wenig artenreichen Plantagenwald ersetzt.


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