Nichtseßhaftenhilfe soll gefördert werden

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Sehr beeindruckt zeigte sich der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Reinhold Hilbers (2. von rechts) von der Arbeit der Nichtseßhaften-Einrichtung ‚Haus Deichstraße‘ in Leer. Das Bild zeigt ihn zusammen mit (von links) der Einrichtungsleiterin Angelika Siemer, der CDU-Landtagskandidatin Tatjana Maier-Keil, den CDU-Landtagsabgeordneten Ulf Thiele und der stellvertretenden DRK-Kreisvorsitzenden Grietje Oldigs-Nannen. Foto: Alex Siemer

CDU-Landtagspolitiker besuchte Einrichtung in Leer / Medizinische Versorgung verbessern

Sehr beeindruckt zeigte sich Reinhold Hilbers, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, von der Arbeit der Nichtseßhaften-Einrichtung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Leer. Dort können bis zu 16 Personen übernachten, sich mit Kleidung und Lebensmitteln versorgen, aber auch Beratungsleistungen und eine medizinische Grundversorgung in Anspruch nehmen. „Das ist vorbildlich“, lobte Hilbers, der als Mitglied des Kompetenzteams des CDU-Spitzenkandidaten Bernd Althusmann die Sozialpolitik der Landes-CDU verantwortet.

DRK-Kreisgeschäftsführerin Tanja Schäfer und Einrichtungsleiterin Angelika Siemer führten Hilbers, der vom CDU-Landtagsabgeordneten Ulf Thiele und der CDU-Landtagskandidatin Tatjana Maier-Keil begleitet wurde, durch das Gebäude. Während sich im Untergeschoß eine Kleiderkammer, ein Raum für die medizinische Betreuung und Aufenthaltsräume befinden, gibt es im Obergeschoß unter anderem drei Schlafzimmer für jeweils bis zu sieben Personen. Vor 18 Jahren habe man das Angebot gestartet, zunächst nur als Übernachtungsmöglichkeit für zumeist durchreisende Nichtseßhafte, so genannte Berber. Seit 2009 ist die Einrichtung, die rasch durch soziale Angebote erweitert wurde, im Gebäude an der Ubbo-Emmius-Straße 93 ansässig.

Zwar gibt es hier eine Grundversorgung an medizinischen Leistungen, die von ehrenamtlich tätigen Ärzten gewährleistet wird. Viel mehr als ein Pflaster und einen Verbandswechsel können diese ihren Patienten aber nicht anbieten. Weitergehende Untersuchungen zum Beispiel des Blutes sind nicht möglich. Dafür müssen die Nichtseßhaften dann niedergelassene Ärzte aufsuchen oder gar ins Krankenhaus gehen – was aber viele nicht wollen. „Wir müssen hier eine Lösung mit der Kassenärztlichen Vereinigung finden“,  so Ulf Thiele, denn  im Kern geht es um die Abrechnungsfähigkeit zum Beispiel der notwendigen Laboruntersuchungen.

Eine CDU-geführte Landesregierung werde für innovative Projekte für Nichtsesshafte jährlich 500.000 Euro zur Verfügung stellen und dabei insbesondere die Einrichtung von Hygiene-Centern und so genannten Krankenwohnungen, in denen Obdachlose sich bei Krankheit und nach einem Krankenhausaufenthalt auskurieren können, unterstützen, betonte Reinhold Hilbers. Ziel müsse sein, auch den Nichtseßhaften ein möglichst menschenwürdiges Leben zu ermöglichen und, soweit sie es wollen, ihre Rückkehr in die bürgerliche Gesellschaft zu erleichtern, ergänzte Ulf Thiele.


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