Impfbuchaktion in Schulen Visite in 6. Klassen aller allgemeinbildenden Schulen vom 21. August bis 14. September

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Mitarbeiter des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes werden sich vom 21. August bis 14. September in allen sechsten Klassen im Landkreis Leer Impfbücher ansehen und für jedes Kind eine individuelle, schriftliche Impfempfehlung geben.

Die genauen Termine erhalten die Kinder in den Schulen (Termine im Anhang der Pressemitteilung). Eltern sollten an die Mitgabe des Impfbuches oder an eine Kopie denken, teilt der Landkreis Leer in einer Pressemitteilung mit. Impfungen in den Schulen werden nicht angeboten.

Sollten Impflücken bestehen, werden die Eltern und Kinder gebeten, fehlende Impfungen durch den Kinder- oder Hausarzt nachholen zu lassen. Beigefügt werden zudem Informationsbroschüren.

Die Impfaktion soll insbesondere auf die Bedeutung von Auffrischungsimpfungen hinweisen und kann zum Anlass genommen werden, den Impfstatus der gesamten Familie zu überprüfen.

Infektionserkrankungen sind und bleiben eine andauernde Bedrohung für die Gesundheit der Menschen. Dies gerät dank des Zurückdrängens vieler Erkrankungen durch wirksame und heute sehr gut verträgliche und sichere Impfstoffe leicht in Vergessenheit. Wird eine Erkrankung nicht mehr als bedrohlich wahrgenommen, werden Impfungen schnell nicht mehr für notwendig erachtet oder Auffrischimpfungen vergessen.

Die dadurch auftretenden Impflücken ermöglichen das Wiederauftreten der in Vergessenheit geratenen sogenannten „Kinderkrankheiten“ mit schweren Krankheitsverläufen, Todesfällen und bleibenden Behinderungen bei Kindern und auch bei Erwachsenen.

Impfungen sind die wichtigsten und erfolgreichsten Vorsorgemaßnahmen zum Vermeiden von gefährlichen Infektionskrankheiten. Sie bieten einen wirksamen Schutz gegenüber den zu verhütenden Erkrankungen, so der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst.

Grundimmunisierungen gegen Tetanus, Diphtherie, Kinderlähmung, Keuchhusten, Hämophilus influenzae, Masern, Mumps, Röteln, Windpocken und Hepatitis B erfolgen in den ersten beiden Lebensjahren. Zeitgerechte Auffrischungsimpfungen sind zur Aufrechterhaltung des Impfschutzes unbedingt erforderlich.

Ist die Durchimpfungsrate in der Bevölkerung hoch genug, in der Regel 80 Prozent, für Keuchhusten 90 Prozent, können ansteckende Krankheiten sich nicht verbreiten und auch Kinder und Erwachsene, die aufgrund von Erkrankungen nicht geimpft werden können, sind geschützt. Dieses Phänomen wird Herdenimmunität genannt.