mareTV. Auf der Ems durch Ostfriesland

0
2066
©LeserECHO - Foto: Ingo Tonsor - Pünte bei Amdorf

20.07.2017, 20:15 Uhr, NDR Fernsehen

Saftige Wiesen, Flusslandschaften und eine schier unendliche Weite: „mareTV“ erkundet Ostfriesland auf dem Wasserweg, Kurs Nordsee.

Die historische Pünte-Fähre ist die einzige Verbindung auf dem Wasserweg über die Jümme, ein tidenabhängiger Nebenfluss der Leda und Zufluss der großen Ems. Mit purer Muskelkraft und einer ausgefeilten Grifftechnik ziehen Arno Höger und Oliver Grensemann die voll beladene Fähre bis zu 50 Mal am Tag hin und her. Der enorme Tidenhub und die hohe Fließgeschwindigkeit ersparen den Fährleuten das Abo fürs Fitnessstudio.

Die Mannschaft der „Hegemann I“ wühlt mal wieder im Trüben: Der schwimmende Saugbagger holt den Schlick aus der Ems, um den Fluss auf Tiefe zu halten. Ohne den unermüdlichen Baggereinsatz würde der Schiffsbetrieb zwischen Papenburg und Emden zum Erliegen kommen.

Auf dem neuen Kreuzfahrtgiganten „Genting Dream“ muss noch die große Wasserrutsche getestet werden. TÜV-Mitarbeiter Jürgen Storch hat weltweit schon über 1.000 Anlagen auf Herz und Nieren geprüft. Seine 15 „Testrutscher“ haben viel Spaß, sausen aber nicht zum Vergnügen durch die Röhre. Ohne das TÜV-Siegel kann das Schiff nicht in den Dollart überführt werden, die große Meeresbucht in der Emsmündung.

Hermann Heyen ist der letzte Schlickschlittenfischer im Zweistromland, wie die Menschen hier ihre Heimat stolz nennen. Seit 60 Jahren fährt er seinem selbst gebauten Schlitten, dem sogenannten Kreier, durchs Watt zu seinen Reusen. Früher war der Fang ein guter Nebenerwerb, heute reicht die Ausbeute an Schollen gerade einmal für ein kleines Mittagessen.
Eigentlich möchte Anne Buhr gerne zur See fahren, doch der Arbeitsmarkt für junge Nautiker ist angespannt. Also arbeitet sie erst einmal als Coach beim Seefahrt-Überlebenstraining. Alle zwei Jahre müssen Matrosen und Offiziere wieder eine Prüfung ablegen. Für die junge Ausbilderin ist es manchmal nicht einfach, von den Seebären ernst genommen zu werden. Doch spätestens bei der Übung „Freifallboot“ hören alle kleinlaut auf Annes Kommando: Sekunden später knallen sie aus fünf Metern ungebremst auf die Wasseroberfläche.

Gerade einmal zwölf Stunden hat Andreas Luikenga Zeit, die „Normand Jarl“ mit allem auszurüsten, was die Besatzung für einen Monat auf hoher See braucht. Im Emder Hafen wird das Offshorehotelschiff ausgestattet, damit sich Techniker, Crew und Offshorearbeiter draußen im Windpark wie zu Hause fühlen. Andreas ist für alles zuständig: vom Ersatzteil für die Turbine im Windpark bis zur Beschwerde über eine zu kurze Koje.

Immer gut informiert – Jeden Monat neu – Unser LeserECHO – natürlich kostenlos

Besonders bei unseren KLEINEN Lesern beliebt – die Kinderrätsel mit tollen Gewinnen