Die Ems-Fähre kommt

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Fähre am Kai bei Schulte & Bruns

Papenburg. Die Ems-Fähre als Ersatz für die Friesenbrücke kommt: Heute wurde eines der möglichen Fährschiffe in Papenburg vorgestellt und der Stand zu den Genehmigungsverfahren erläutert.

“Vielleicht müssen wir aufgrund der zahlreichen Vorschriften noch Umbauten vornehmen. Wir sind dennoch weiterhin zuversichtlich, dass wir die Fähre, die Sie hier sehen können, durch entsprechende Umbaumaßnahmen genehmigt bekommen.”, so Bengt Fischer, Geschäftsführer der Papenburger Reederei Schulte & Bruns. “Sollte jedoch der Aufwand für solche Maßnahmen zu groß werden, so haben wir bereits eine Alternative parat an der wir schon heute und parallel arbeiten”, so Fischer weiter.

Neben der Fähre selbst ist die Genehmigung für die Fähranleger ein weiteres Thema, um das sich die Werft kümmert. “Wir haben zahlreiche konstruktive Gespräche mit allen beteiligten Behörden geführt, um vor Antragstellung alle relevanten Themen und Informationen abzuarbeiten und so einen vollständigen Genehmigungsantrag zu stellen. Wir arbeiten mit den Behörden vom Landkreis Leer und dem Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) sehr gut und konstruktiv zusammen”, so Jochen Zerrahn, Beauftragter der Werft.

Nach dem Schiffsunfall im Dezember 2015 auf der Ems ist der Bahnverkehr zwischen Deutschland und den Niederlanden unterbrochen. Auch die Querung für Fußgänger und Radfahrer ist nicht möglich.

Die Papenburger Reederei Schulte & Bruns und die MEYER WERFT haben sich im Frühjahr 2017 entschieden, mit dem Einsatz einer Fähre ein zentrales Problem für die Menschen in der Region zu lösen. Schulte & Bruns und die MEYER WERFT tragen in vielfacher Hinsicht Verantwortung für die Region. Mehr als 700 Menschen aus dem Rheiderland und fast 1000 Mitarbeiter aus dem Bereich Westoverledingen arbeiten auf der Werft und im Papenburger Hafen. Diese Menschen und unzählige weitere Arbeitsplätze aus der Zulieferindustrie und den übrigen Häfen an der Ems brauchen eine moderne Infrastruktur.