Land und Stadt wollen am Emder Hafen den ersten GreenTech-Industriepark Deutschlands entwickeln

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Minister Lies: „Emden ist Zukunftsstandort”

Das Land Niedersachsen und die Stadt Emden wollen gemeinsam auf den freien Industrieflächen am Emder Hafen den ersten GreenTech-Industriepark in Deutschland entwickeln. „Der Standort ist für einen solches Projekt ideal und wir haben am Rysumer Nacken und am Wybelsumer Polder insgesamt mehr als 200 Hektar sofort bebaubare Industriefläche. Das entspricht der Größe von 300 Fußballfeldern direkt am Wasser. Unternehmen werden dort zu fast 100 Prozent ihren Energiebedarf aus Erneuerbaren decken können. Das ist ein hochinteressanter Standortfaktor gerade für Unternehmen mit energieintensiver Produktion. Wir wollen uns auch speziell um Unternehmen aus dem Bereich der Umwelttechnologie kümmern und für den Standort Emden werben. Wir im Norden haben als einzige die grüne Energie. Das macht uns zum Beispiel auch für die Automobilbranche so interessant. Deshalb gehört dem Norden die Zukunft! Wir wollen alles dafür tun, dass Emden mit seinen hervorragenden Standortmöglichkeiten ein Teil dieser Erfolgsgeschichte wird”, erklärte Minister Lies heute anlässlich der Vorstellung eines Perspektivpapieres für den Emder Hafen.

Als wesentlichen Baustein für den GreenTech-Park sieht der Minister weiterhin Unternehmen aus dem Bereich Windenergie. Lies dazu wörtlich:

„Gerade in Emden hat sich auf diesem Feld schon so manche Hoffnung zerschlagen. Aber: Hier liegen nach wie vor ganz große Potentiale. Die oft gehörte Behauptung, dass Windenergie zu teuer sei, ist gerade in diesen Tagen eindrucksvoll widerlegt worden. Erstmals wurden jetzt Windparks öffentlich ausgeschrieben und der dadurch geförderte Wettbewerb hat zusammen mit technischen Fortschritten zu erheblichen, nicht erwarteten Kosteneinsparungen geführt. Manch ein Windpark wird auch ganz ohne Subventionen auskommen, zum Beispiel das 900-Megawatt-Projekt ,He dreiht’ von EnBW nördlich von Borkum. Windstrom wird billiger – und Emden mit seiner strategisch herausragend guten Lage kann und wird davon profitieren.”

Herzstück der weiteren industriellen Entwicklung Emdens wird laut Lies weiterhin „Ohne Wenn und Aber” der Hafen mit seinen heute rund 9.400 Arbeitsplätzen (direkt und indirekt) in 70 Unternehmen sein. Zuletzt habe der Umschlag dort recht stabil bei rund sechs Millionen Tonnen pro Jahr gelegen, laut Güterverkehrsprognose liege die Erwartung für 2030 bei acht Millionen Tonnen. Es gebe aber auch zusätzliche potentiale für weitere 2,9 Millionen Tonnen.

Minister Lies zur Zukunft des Hafens:

„Mit den hervorragenden Voraussetzungen und Möglichkeiten des Emder Hafens werden wir arbeiten, um den Standort zu sichern und kräftig auszubauen. Zu allererst braucht ein umschlagstarker Hafen wie Emden Verlässlichkeit und langfristige Planungen. Hierfür ist das heute vorgelegte Perspektivpapier ist eine sehr gute Grundlage. Es zeigt auf, wohin die Reise für den Hafen in den nächsten 25 Jahren geht und wofür wir als Land uns in den nächsten Jahren starkmachen werden. Ich greife nur zwei Punkte heraus: die Vertiefung der Außenems und die Anlage neuer Großschiffsliegeplätze insbesondere für den Kfz-Umschlag. Diese Projekte müssen – neben anderen – kommen, damit der Emder Hafen seine Wettbewerbsfähigkeit nicht nur erhält, sondern weiter erhöht.”

Olaf Lies abschließend:

„Wir haben in Emden den Hafen und die Hinterlandanbindung, wir haben die Fachkräfte, wir haben die Flächen und wir haben vor allem die erneuerbaren Energien – für die Industrien der Zukunft ein entscheidendes Kriterium. Industrie folgt Energie. Kurzum: Die Chancen für Emden sind großartig und wir arbeiten hart daran, sie auch zu nutzen.”

 

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