100 Friseure im Meisterkurs geprüft Ute Hanfeld hat den Meisterprüfungsausschuss über die Jahre geprägt.

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ur langjährigen ehrenamtlichen Arbeit von Ute Hanfeld (2.v.r.) gratulierten Albert Lienemann, Gisela Hillers und Peter-Ulrich Kromminga (v.l.). Foto: HWK

 

Ostfriesland. Ute Hanfeld hängt ihre ehrenamtliche Tätigkeit an den Nagel. Die Friseurmeisterin wolle sich mehr Zeit für ihren Salon in Aurich und fürs Privatleben gönnen, sagte sie während einer Verabschiedung aus dem Meisterprüfungsausschuss im Friseurhandwerk in der Handwerkskammer für Ostfriesland. Hauptgeschäftsführer Peter-Ulrich Kromminga, Präsident Albert Lienemann und Gisela Hillers, Leiterin des Meister- und Fortbildungsprüfungswesen, bedankten sich für die langjährige ehrenamtliche Nachwuchsarbeit.

 

Seit 2004 war sie als Beisitzerin im Ausschuss tätig. Rund 100 Meisterprüflinge habe sie begleitet. Zuvor war sie im Gesellenprüfungsausschuss aktiv. Eine Zeit lang hielt sie zudem das Amt der stellv. Obermeisterin der Friseur-Innung Aurich-Norden inne. Die Auricherin könne es nur jedem empfehlen, sich ehrenamtlich zu engagieren: „Man nimmt sehr viel für sich mit.“

 

Das Besondere am Meisterprüfungswesen im Friseurhandwerk seien die Zeiten. Es wird sonntags und montags im Berufsbildungszentrum Aurich geprüft. „Und da wir auf Haarmodelle angewiesen sind, ist es nicht immer leicht, welche zu finden“, erzählte sie. Besonders sonntags um 8 Uhr hätten einige Prüflinge zitternd auf ihre verspäteten Herren-Modelle gewartet. Ihren Kollegen im fünfköpfigen Prüfungsausschuss sei sie für die gute Zusammenarbeit dankbar. Es sei ihnen immer wichtig gewesen, den aktuellen Zeitgeist und die Bedingungen am Markt aufzugreifen. In alten Kisten hätte sie erst kürzlich noch Fotos aus den 80er Jahren entdeckt, auf denen die Meisteranwärter noch Haarteile knüpfen mussten. „Das ist heute lange Geschichte.“ Kosmetik, Nageldesign, Hochsteckfrisuren und aktuelle Damen- und Herrenhaarschnitte werden in dem modernisierten Friseursalon des Berufsbildungszentrums Aurich geprüft. Fachkenntnisse über chemische Zusammenhänge werden ebenso abgefragt, wie eine Präsentation zum erarbeiteten Modekonzept.

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