Critical Mass Leer – nächstes Treffen am Freitag, 24. Februar vorm Leeraner Bahnhof

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An jedem letzten Freitag im Monat treffen sich Fahrradfahrende ab 18.00 Uhr am Bahnhof in Leer und starten pünktlich um 18.30 Uhr zu einer Fahrradfahrt durch die Stadt.
 

 

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Fotos: Ingo Tonsor

Critical Mass ist eine kreative Aktionsform, bei der sich mehrere Fahrradfahrende scheinbar zufällig treffen, um in einem geschlossenen Verband gemeinsam durch die Stadt zu fahren. Nach dem Motto „Wir blockieren keinen Verkehr, wir SIND der Verkehr!“ wollen sie dabei auf mehr Akzeptanz und Gleichberechtigung gegenüber dem motorisierten Verkehr aufmerksam machen. Critical Mass ist keine Organisation, sie hat keinen Verantwortlichen oder Veranstalter, nur viele Leute die gemeinsam Rad fahren. Jede(r) kann mitmachen!

Die erste Critical Mass fand schon 1992 in San Francisco statt, mittlerweile ist daraus eine weltweite Bewegung entstanden, die zum Ziel hat, die Belange und Rechte der Fahrradfahrenden im Straßenverkehr zu fördern, genügend Raum und Achtsamkeit für sie zu erreichen und allgemein zu einem respektvolleren und bewussteren Umgang zwischen allen Verkehrs-teilnehmer/innen beizutragen. Das Fahrrad stellt ein wichtiges Element unserer Mobilität dar und verdient als äußerst praktisches, gesundes und ökonomisch wie ökologisch sinnvolles Verkehrsmittel eine vollwertige verkehrspolitische Anerkennung und Förderung.

In Deutschland gibt es mittlerweile in mehr als 100 Städten CM-Fahrten. In größeren Städten nehmen regelmäßig mehr als 1.000 Menschen teil.
Auch wenn Leer im Vergleich zu anderen Städten scheinbare Vorteile für Fahrradfahrende ausweist, wird auch hier der motorisierte Verkehr klar bevorzugt und Fahrradfahrende und 988A7933Fußgänger/innen weiterhin an den Rand bzw. auf gefährliche „Radwege“ gedrängt. Die sogenannte Radwegebenutzungspflicht (noch immer – und oft rechtswidrig – für viele „Radwege“ mit den Zeichen 237, 240 und 241 angeordnet) steht dabei der gemeinsamen und gleichberechtigten Nutzung des öffentlichen Raumes im Wege und führt auch bei vielen Autofahrern dazu, die Fahrbahnen als ihr alleiniges „Revier“ zu betrachten. Grundsätzlich ist auch Leer damit noch weit von einer fahrradfreundlichen Verkehrssituation entfernt.

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  • Mehr als 15 Radfahrer bilden einen Verband (Kolonne). Sie haben dann das Recht, zu zweit nebeneinander auf der Fahrbahn (und nicht auf dem Radweg oder auf einem Seitenstreifen) zu fahren.
  • Die Person, die den Verband führt, ist für die Verkehrssicherheit und Beachtung der Verkehrsvorschriften verantwortlich.
  • Der Verband muss zwar nicht gekennzeichnet, sollte aber als Einheit für andere Verkehrsteilnehmer erkennbar sein. Deshalb muss er zusammen bleiben und soll keine großen Abstände aufweisen.
  • Der Verband ist verkehrsrechtlich wie ein Verkehrsteilnehmer zu behandeln. Er hat keine Vorrechte.
  • Beim Abbiegen ist besondere Vorsicht geboten. Sind die ersten Radfahrer im Abbiegebereich, können alle anderen hinterherfahren (trotz eventuell roter Ampel, Stop-Zeichen, Rechts-Vor-Links-Regelung). Allerdings dürfen sie das “Kolonnenprivileg“ nicht erzwingen.

 

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Verbotswidrig beim Überholen über die Fahrstreifenbegrenzung gefahren, obwohl eine Behinderung des Gegenverkehrs nicht ausgeschlossen werden konnte, da die Strecke während des Überholvorgangs nicht eingesehen werden konnte. Bußgeldkatalog: 150,00 Euro Bußgeld plus 1 Punkt. Mit Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer:250 € Bußgeld, 2 Punkte und 1 Monat Fahrverbot.

 

Beilagen

 

Gerne unterbreiten wir Ihnen ein Angebot:

Fachverlag Tonsor
Leinestraße 8
D-26802 Moormerland

Tel.: 04954 – 95 40 427

Mail: info@leeraner-bz.de