Erstes Vorburgkonzert – Mit Gretchen und Sylvia beginnt das musikalische Jahr

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Mit Gretchen und Sylvia beginnt das musikalische Jahr
Erstes Vorburgkonzert am 11. Januar: Liederabend mit Gesang mit Musikern der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen

Mit Werken von Brahms, Schubert, Bridge und Reutter eröffnet die Kreismusikschule Leer kommenden Mittwoch, 11. Januar, das neue Jahr. Mit der Altistin Dorothee Merkel, der Bratschistin Anja Manthey und dem Pianisten Christoph  Schnackertz erlebt das Publikum einen facettenreichen wie romantischen Liederabend. Beginn des Konzerts im Saal der Kreismusikschule ist um 19.30 Uhr.   Äußerst reizvoll ist die Idee, einer tiefen Frauenstimme nicht nur ein Klavier, sondern auch noch den samtig-warmen Klang der Viola zur Seite zu stellen. Auf diese Idee kam Johannes Brahms auf der Suche nach einem Geschenk für die Hochzeit Joseph Joachims, der nicht nur Geige, sondern auch Bratsche spielte, mit der Altistin Amalie. Das Rückert-Gedicht „Gestillte Sehnsucht“ lieferte den passenden Titel für die Komposition. Von den außergewöhnlichen Reizen dieser Trio-Besetzung leben aufs Schönste aber auch Frank Bridges drei dunkel gefärbte Lieder und Hermann Reutters dramatisch-expressive „Oden op. 57“. Mit dem stilistisch kühnen „c-Moll-Impromptu“, dem 1. Satz aus der berühmten „Arpeggione“-Sonate sowie drei der bekanntesten Lieder von Franz Schubert „Gretchen am Spinnrade“, „Dass sie hier gewesen“, „An Sylvia“ rundet das Programm zu einem Konzert romantischer Sehnsucht, existentiellem Aufbegehren und hintergründigem Humor. Karten gibt es bei der Kreismusikschule unter www.kms-leer.de oder Telefon 0491 73740 sowie bei AD-Ticket, Online-Shop oder Telefon 0180 6050400. Der Eintritt beträgt 18 Euro, ermäßigt zwölf. Für Schüler der Kreismusikschule ist der Eintritt frei.

 

Programm:

• Johannes Brahms (1833 – 1897): Zwei Gesänge für eine Altstimme mit Viola und Klavier op. 91

• Franz Schubert (1797 – 1828): Impromptu c-Moll op. 90 D 899

• Franz Schubert (1797 – 1828): Drei Lieder „Gretchen am Spinnrade“, „Dass sie hier gewesen“, „An Sylvia“

• Frank Bridge (1879 – 1941): Three songs for medium voice, viola and piano H.76

• Franz Schubert (1797 – 1828): „Arpeggione“ D 821, I. Allegro Moderato

• Hermann Reutter (1900 – 1985): Fünf antike Oden nach Gedichten der Sappho für mittlere Frauenstimme, Viola und Klavier op. 57

Musiker Dorothee Merkel Die Altistin Dorothee Merkel wurde in Köln geboren und erhielt ihre Gesangsausbildung bei Christiane Gaal, Mechthild Georg und Ingeborg Danz. Ihr Repertoire reicht von der Renaissance über die Oratorien des Barock und der Romantik bis hin zur Gegenwart, wobei ihr besonderes Interesse der Alten Musik und historischen Aufführungspraxis gilt. Darüber hinaus widmet sie sich in zahlreichen Konzerten, bei Uraufführungen und CD-Aufnahmen auch intensiv der zeitgenössischen Musik. Dorothee Merkel engagiert sich in professionellen Vokalensembles wie beispielsweise dem Collegium Vocale Gent, der Schola Heidelberg und dem Vocalconsort Berlin. Solistisch hat sie unter anderem mit Hermann Max, Peter Neumann und Hans Zender gearbeitet und ist bei zahlreichen bedeutenden internationalen Festivals aufgetreten – so zum Beispiel den Festlichen Tagen Alter Musik Knechtsteden, dem Festival Oude Muziek Utrecht, dem Boston Early Music Festival, dem Festival de Musica Portico de Zamora und dem Quincena Musical de San Sebastian.

Anja Manthey Aufgewachsen ist Anja Manthey in Wilhelmshaven, ganz in der Nähe der heutigen Orchesterheimatstadt Bremen. Von der Nordseestadt ging es zum Studium an die Musikhochschulen in Hamburg und Freiburg. Bereits 1982 trat sie ins damalige Kammerorchester der Jungen Deutschen Philharmonie ein. Neben ausfüllender Orchestertätigkeit und regelmäßigen Kammermusikaktivitäten in verschiedenen Besetzungen gilt ihr besonderes Interesse den Geisteswissenschaften. 2012 hat sie ihr Studium in den Fächern Musikwissenschaft, Germanistik und Anglistik mit Auszeichnung abgeschlossen. Ihre Begeisterung und großen Kenntnisse auf diesen Gebieten bringt Anja Manthey seit vielen Jahren bei der Vorbereitung und Durchführung der Konzerteinführungsveranstaltungen „en passant“ und „Auftakt“ für die Bremer Abokonzerte ein. Zu ihren bevorzugten Freizeittätigkeiten gehört – auch abseits von Musik oder Musikwissenschaft – das Lesen.

Christoph Schnackertz Christoph Schnackertz, Jahrgang 1984, erhielt seinen ersten Klavierunterricht bei Clovis Alessandri und studierte in Köln bei Prof. Pierre-Laurent Aimard und Prof. Jürgen Glauss (Liedbegleitung). Wichtige Anregungen erhält er seit 2005 außerdem als ständiger Begleiter der Gesangsklasse von Prof. Christoph Prégardien. Er war von 2007 bis 2010 Stipendiat von „Yehudi Menuhin LiveMusicNow Köln e.V.“ und er ist Preisträger des Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Wettbewerbs in Berlin (Begleiterpreis 2011). Seit Oktober 2011 hat Christoph Schnackertz einen Lehrauftrag für Liedgestaltung an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Sein Repertoire umspannt alle großen Liedzyklen der Romantik, wie auch Lieder von z.B. Gustav Mahler, Richard Strauss und Wolfgang Rihm, und er arbeitet mit Sängern aller Stimmfächer zusammen. Seine Arbeit ist in zahlreichen Mitschnitten der großen Rundfunksender dokumentiert.

Zusammen mit Julian Prégardien bildet er seit 2012 ein festes Duo. Die gemeinsame Konzerttätigkeit führte die beiden bisher u.a. nach Zürich, Kopenhagen, München, Berlin und Hamburg. Im Mai 2014 erschien die Debut-CD des Duos – „An die Geliebte“ – beim Label Myrios Classics in Kooperation mit dem Deutschlandfunk. Auch die künstlerische Zusammenarbeit mit Christoph Prégardien gestaltet sich eng. Sie konzertierten bereits gemeinsam unter anderem in der Wigmore Hall London (BBC Recital), bei den Schwetzinger Festspielen und in der Tonhalle Zürich. In der Spielzeit 2014/2015 begleitete Christoph Schnackertz am „Theater am Engelsgarten“, dem neuen Schauspielhaus Wuppertals, eine szenische Produktion von Schuberts „Die schöne Müllerin“.

 

 

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