Handwerk für die Zukunft gerüstet

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Die Handwerkskammer für Ostfriesland erweitert im nächsten Jahr die personelle und technische Ausstattung des Berufsbildungszentrums.

Handwerkskammer investiert in berufliche Bildung. Digitalisierung ein Schwerpunkt der nächsten Jahre.

 

Ostfriesland. „Das Handwerk in Ostfriesland ist gut aufgestellt.” Diese Feststellung traf Präsident Albert Lienemann auf der jüngsten Vollversammlung im Hotel am Schloss. Die Konjunktur der „Wirtschaftsmacht von nebenan” laufe auf hohem Niveau, die Zahl der Ausbildungsverhältnisse sei gestiegen und das Handwerk nehme die Herausforderungen der Zukunft an, betonte Lienemann. Das Parlament des Handwerks beriet eine Vielzahl von modernisierten Ausbildungsrichtlinien und verabschiedete den Haushalt für das kommende Jahr mit einem Gesamtvolumen von knapp 7,5 Millionen Euro.

 

„Gemeinsam haben wir den Wirtschaftszweig nach vorne gebracht”, sagte der Kammerpräsident. Wenn man bedenke, dass vor 30 Jahren die Arbeitslosenquote in Ostfriesland bei 29 Prozent gelegen habe, so könne man allein an den aktuellen Zahlen der Arbeitsagenturen ablesen, wie positiv die wirtschaftliche Entwicklung des letzten Jahrzehnts verlaufen sei. Das soziale Ansehen unserer Gewerke in der Gesellschaft sei gestiegen. Gleichwohl müssten die Betriebe am Ball bleiben, um mit dem technischen Fortschritt mithalten zu können. E-Mobilität, Fachkräftemangel oder Digitalisierung seien einige der Themen, die sich die Handwerkskammer auf die Agenda für die nächsten Jahre geschrieben hätte. Die Zahl der Ausbildungsverhältnisse habe sich trotz des demografischen Wandels erhöht. „1200 junge Leute haben dieses Jahr in Ostfriesland eine Lehre im Handwerk begonnen”, verdeutlichte der Präsident. Die Tatsache, dass in diesem Jahr acht Landessieger aus Ostfriesland im Berufswettkampf hervorgingen, beweise die exzellente Ausbildungsqualität der Betriebe, Berufsschulen und des Berufsbildungszentrums (BBZ) in Aurich.

 

Gleichwohl gäbe es Faktoren, die der Branche Sorge bereiteten: Der Fachkräftemangel werde spürbar, die VW-Krise treffe Kommunen und Betriebe, die Russland-Sanktionen und die Lage in der Landwirtschaft dämpften die Konjunktur. Aber das ostfriesische Handwerk habe sich selbst in unruhigen Zeiten als wirtschaftlich stabil gezeigt. Das sei gut für die Entwicklung der ganzen Region. Für die Bundestagswahlen im nächsten Jahr und die Landtagswahlen im darauf folgenden Jahr wünschte sich der Präsident, dass die Handwerker Flagge zeigen mögen und sich politisch engagierten.

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Zum Wirtschaftsplan 2017 und der mittelfristigen Finanzplanung bis 2021 merkte Hauptgeschäftsführer Peter-Ulrich Kromminga an, dass die Grundbeiträge für die rund 5300 Handwerksbetriebe in Ostfriesland stabil bleiben. Lediglich bei den Zusatzbeiträgen sei eine Anhebung nötig. Knapp ein Drittel der Einnahmen werden durch Beiträge der Handwerksbetriebe aufgebracht. Den größten Teil erwirtschaftet die Kammer durch Kurse, Lehrgänge und Seminare in ihrem BBZ.

 

Im nächsten Jahr investiert die Kammer rund einer Million Euro in die gebäudetechnische und personelle Ausstattung des Bildungsbereichs. „Wir wollen unseren Mitgliedern als Partner in der Region die besten Bildungsmöglichkeiten für die Herausforderungen der Digitalisierung und Vernetzung bieten”, erläuterte Kromminga die geplanten Investitionen.

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