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Ausbau Logaer Weg

LEER – Die Entscheidung zum Ausbau des Logaer Weges rückt in erreichbare Nähe. Die Stadt Leer hatte Mitte Januar allen Eigentümern der 128 betroffenen Grundstücke ein Kaufangebot zugeschickt. Bis zum 23. Februar lagen der Stadt für den Abschnitt Oldenburger Bahn bis Weidenweg 71% Zusagen vor. Für die gesamte, auszubauende Straße von der Oldenburger Bahn bis Horstweg waren es 60%. Der Grund für die geringere Quote dürfte sein, dass es Irritationen gibt, ob es im Bereich Weidenweg bis Horstweg überhaupt einen Ausbau geben bzw. wie die Planung dort aussehen soll. Außerdem wird für den Ausbau in diesem Abschnitt wesentlich mehr Grundstücksfläche benötigt. Und für die Anlieger fallen wesentlich höhere Ausbaubeiträge an, da sie für die städtischen Flächen am Logaer Weg, z.B. für den Bereich am Philippsburger Park, mitbezahlen sollen.  Aber insgesamt ist die Zustimmungsquote zu gering: Die Politik hatte durchgesetzt, dass der Vorschlag der Bürgerinitiative Logaer Weg (BI) dem Vorschlag der Verwaltung vorgezogen werden sollte, wenn diesem bis zum 10. März 90% der betroffenen Grundstückseigentümer zugestimmt haben. Der Vorschlag der BI sieht eine Fahrbahnbreite von 5,50m, beiderseitige Rad- und Fußwege (3m) und die Beibehaltung der Rad- und Fußwegführung im Bereich der beiden Parks vor. Die Stadt möchte eine 7,5m breite Fahrbahn, auf der auch die Radfahrer fahren müssten (Radschutzstreifen). Beiderseits gäbe es dann noch einen schmalen Fußweg. Dieser Ausbau würde auf der gesamten Länge vorgenommen, also auch im Bereich der Parks, wozu dort viele Bäume gefällt werden müssten. Parken wäre am Logaer Weg nicht mehr erlaubt, da sonst die Radschutzstreifen blockiert wären.

   Nach Auffassung der BI hatte die Verwaltung in ihrem Kaufangebot vom Januar diese beiden Varianten nicht klar dargestellt. Deshalb hat die BI ein eigenes Antwortschreiben an die Stadt verfasst und es den Anliegern als Download auf der Homepage www.logaerweg.de zur Verfügung gestellt. Dieses Antwortschreiben listet die mit den Fraktionsvorsitzenden der SPD, CDU, CdL und Grünen abgestimmten Vorschläge der BI auf, die einem Grundstücksverkauf zu Grunde liegen. Die Verwaltung nimmt die Vorschläge zur Kenntnis, besteht aber auf bedingungslose notarielle Kaufverträge, wovon wiederum die BI dringend abrät. Denn dies würde grundsätzlich alle Ausbauvarianten ermöglich.
   Die Verwaltung lehnt den Vorschlag der Politik ab, den Anliegern konkretere Angebotsschreiben zu senden und damit die Zustimmungsquote zu erhöhen. Stattdessen werden alle 128 betroffenen Grundstückseigentümer in den nächsten Tagen von der Stadtverwaltung fertige Kaufverträge erhalten. Die BI hat angekündigt, diese zu prüfen und dann die Initiative zu ergreifen, entweder eine Anliegerversammlung einzuberufen oder von Haus zu Haus zu gehen. Allen Anliegern müsse klar sein, so Rudolf Schulte von der BI, dass sie mit einem „Nein“ nicht den Ausbau an sich verhindern, sondern der ungeliebten Variante der Verwaltung Tür und Tor öffnen.
Text: Rudolf Schulte, Fotos: Heinz Dahlmann

Über Leeraner Stadtportal (Redaktion)

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